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Geschrieben von: Gerald Preinfalk, HAS 1988   
Sonntag, 22. November 2009

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NEUNTER! Noch unter den ersten zehn!! Yeah!

Gleichzeitig auch ältester, wie's scheint ...

Am 30. Geburtstag der Musikschule Freistadt, Sept 2008 war es glaub ich, wo mich Prof. Moser auf diese Site ansprach! Aus irgendeinem Grund ist mir die Handelsschule Freistadt heute in den Sinn gekommen. (nostalgischer Anfall ...) Tatsächlich bin ich auch ein Absolvent dieser Schule und zwar, festhalten, noch viele Jahre vor den ersten Schuljahresberichten. Auweh: 1988!

Im Gegensatz zu Simon Fleischanderl hat Hans erst gar nicht versucht, es mir zu erklären, wie ich diese Zeilen hochladen kann. Ich stamm aus einer Zeit, wo wir äußerst fragile 2,5“ Disketten in den riesiegen Rechner geschoben haben, um dann die ersten MS-DOS-Befehle mit Hilfe von Prof. Brandstötter, glaub ich, zu programmieren. Also das Dokument Prof. Moser zu schicken funktioniert auch!

Eingestiegen bin ich in die HAK, aber bereits nach einem Jahr bin ich in die HASCH umgestiegen. Ich konnte die Jahrhundertband „The Pinks“ mit dem Schulerfolg nicht unter einen Hut bringen. Viele Jahre hat es mir leid getan, keine Matura zu haben, schließlich hätt ich sie doch gebraucht, weil man, egal wieviel Musik-UNI-Diplome man hat, als Musiklehrer besser eingestuft wird, wenn unter den Zeugnissen ein Maturablatterl dabei ist. Heute ist es wirklich wurscht.

Der Weg, weg von Buchhaltung und Betriebswirtschaftslehre erzählt sich wie folgt:

Ich bin eben mit 17 als gelernter Bürokaufmann zur Militärmusik OÖ nach Ebelsberg, wo ich auf den Geschmack gekommen bin, Musik vielleicht doch nicht nur als Hobby zu sehn. Ich kann im Gegensatz zu manch anderen die Militärzeit nicht als vertane Zeit bezeichnen. Ich hab geübt wie verrückt, es blieb mir auch nichts anders übrig. Alle Kollegen waren mindestens zwei Jahre älter, sie hatten mich täglich untern Tisch gesoffen. Das konnte ich bald nicht mehr aushalten, also hab ich die Zeit fürs üben genutzt.

1990 hab ich dann die Aufnahmsprüfung für Jazz und klassisches Saxophon an der Musikuni Wien geschafft. Das Militär hat mir sogar noch die ersten Jahre Studium finanziert. Damals gab es noch Regelungen mit Berufsweiterbildung bei „vollem“ Gehalt...

Ich glaub ab diesem Zeitpunkt war klar, daß die Handelsschule tatsächlich nur eine überbrückende Beschäftigungstherapie für einen komplett anderen unwirtschaftlichen Lebensweg war. Ich sehe es am Umgang mit meinem Steuerberater. Ihm getraue ich mir gar nicht zu sagen, daß ich in einer Schule für Wirtschaft war ...

Ich denke aber sehr gern an die Zeit zurück, speziell an die HAK. Das zwischenmenschliche Konstrukt war echt mehr als sympathisch. Mal sehn wieviele Namen mir heute noch einfallen:

Herrn Prof. Sotz vermisse ich in eurer Aufstellung des Lehrkörpers. Er war mein Chefmathematiker noch in der HAK. Er bleibt mir deshalb auch im Kopf, weil ich ihn ab und zu in Konzerten von mir in Freistadt gesehen hab.

Prof. Leitner hatte ich in BWL. Von ihm bleibt mir nur übrig, daß er ein cooler Typ war.

Prof. Dobretsberger: Mit ihm hätt ich lieber Französisch gemacht als Geographie. Für meine Engagements in Paris brauch ich nicht wissen wo es liegt, sondern würd gern mit den schönen M(äd)enschen flüssig reden können.. Ein bißchen geht’s, im Selbststudium halt.

Bei Frau Prof. Eidenberger Prammer entschuldige ich mich jetzt noch für meine Grammatik- und Rechtschreibfehler inkl. der Fehler dieses Textes.

Zauberer Johannes Peherstorfer, der gute Geist mit ständigem Lächeln! Ich kann mich an eine einzige Stunde erinnern, bei der er uns Stimmen aus dem Jenseits vorgespielt hat. Hitler und Marilyn Monroe waren zu hören. Ich habe nächtelang die Stimmen noch zu Hause gehört. Extrem gruselig.

Und der Direktor natürlich: Buchhaltung! „Doppelt oder nicht, das ist hier die Frage“

Wem ich auch die angenehme Schreibgeschwindigkeit zu verdanken hab ist Frau Prof. Brunner! Ich glaub so hatte sie geheißen. Sie war extrem nett

Das wars im Groben:

Heute, neun Jahre nach Abschluß sämtlicher Saxophonstudien in Wien, einem Jahr Studium am Berklee College of Music in Boston, einem Jahr Paris, kann ich mir das Leben als Musiker auch tatsächlich leisten, sogar mit meinen 10-jährigen Zwillingen. Die Beziehung mit der Mutter der Kinder, auch ein „Musikerklassiker“, hat natürlich nicht standgehalten.

Ich spiele im Klangforum, das ist ein Ensemble für zeitgenössische Musik, es zeigt mir ein bissl die Welt. Wir spielen teilweise in wunderbaren Städten wie New York, Paris, Madrid, Tokyo, etc. Ich spiele mit vielen Jazzbands Konzerte auch zu Hause in Freistadt wenn ich darf, und unterrichte grad an der Kunstuni Graz klassisches Saxophon.

Les enfants, la vie et belle!!

mail@gerald-preinfalk.at
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Foto: www.lukasbeck.com