| Grundsätzliche Betrachtungen zum Englischunterricht |
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| Geschrieben von: Mag. Johann Moser |
| Sonntag, 11. November 2001 |
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Grundsätzliche Betrachtungen zum Englischunterricht an der Handelsakademie und Handelsschule Vorbemerkung Im Folgenden stellt Ihnen die Fachgruppe Englisch den Gegenstand ENWS vor. Der einleitende Artikel kann aber nur eine Übersicht über die Vielfalt unseres Gegenstands vermitteln. Englisch unter neuen Vorzeichen Ehemaligen MaturantInnen unserer Schule fallen zum Stichwort Englischunterricht vorwiegend mehr oder weniger angenehme Erinnerungen an endlose Übersetzungstexte und Geschäftsbriefe ein. Doch wie viele andere Fächer, hat sich auch der Gegenstand Englisch, der mittlerweile die Kurzbezeichnung ENWS - Englisch einschließlich Wirtschaftssprache - trägt, grundlegend gewandelt, um den veränderten Anforderungen Rechnung zu tragen. Der Lehrplan 1997 reformierte Englisch in unserem Schultyp insofern, als er die kommunikative Kompetenz betont, d.h. die Ausbildung in der ersten lebenden Fremdsprache (L1) soll den Schüler befähigen, jene Fertigkeiten zu beherrschen, die er im täglichen Berufsleben benötigt; Reproduktion von Sachwissen im Sprachunterricht ist hingegen zweitrangig. Daneben entwickelt sich eine zweite Schiene, die in Zukunft enorm wichtig werden wird: der Einsatz von Englisch als Arbeitssprache (siehe auch http://www.zse3.asn-graz.ac.at). Dies bedeutet, dass zumindest ein weiteres Fach (an unserer Schule in Form von Geografie) in der Unterrichtssprache Englisch unterrichtet wird. Neben der Vermittlung der im Lehrplan geforderten Unterrichtsziele steigt natürlich auch die kommunikative Kompetenz der SchülerInnen in der Fremdsprache enorm. Ein anderer Bereich, in dem Englisch als Teil der beruflichen Praxis verwendet wird, ist die Übungsfirma (ÜFA) im 4. Jahrgang HAK (3. Jahrgang HAS). Hier soll in Zukunft verstärkt die Zusammenarbeit zwischen ÜFA-Lehrer und Englischlehrer zum Tragen kommen, etwa in der gemeinsamen Vorbereitung von Messen, Kontakten zu ausländischen ÜFAs etc. (http://www.act.at) Schulspezifische und internationale Leistungsstandards Die Anforderungen im Berufsleben sind einem immer schnelleren Wandel unterworfen, der "gesundgeschrumpfte" Rahmenlehrplan bietet uns Sprachlehrern die Möglichkeit, auf diese Veränderungen rasch und flexibel zu reagieren. Auch die von uns im Rahmen der Schulentwicklung festgelegten Mindeststandards für ENWS sind aus diesem Grund bewusst sehr knapp formuliert. Natürlich muss es daneben auch Kontrollinstrumente zur Qualitätssicherung geben, damit dieses Korsett des Rahmenlehrplans nicht allzu unterschiedlich gefüllt wird. Eines dieser Instrumente ist das Europäische Sprachenportfolio http://www.pib-wien.ac.at/content/more/lehrlern/spportfolio/index.htm), welches ein vom Europarat entwickeltes Dokument darstellt, das die Lernfortschritte des Schülers/der Schülerin dokumentiert und im Sinne des life-long-learning-Prozesses auch später im Berufsleben begleitet. Das ESP soll an unserer Schule ab Herbst 2001, also im Europäischen Jahr der Sprachen (http://www.sprachen-2001.at), an dem sich unsere Schule mit einem Projekttag unter dem Motto "Eine Straße - Viele Sprachen" am 4. Juli 2001 beteiligt, eingeführt werden. Ein weiteres solches Instrument ist unter dem Stichwort INQUA (Internationale Qualifikationen) oder noch besser als Cambridge-Zertifikate (http://www.britishcouncil.at) bekannt. Wir bieten an unserer Schule seit 1997 sprachbegabten SchülerInnen im dritten Jahrgang die Möglichkeit, einen kostenlosen Zusatzkurs zu besuchen, der sie zur Ablegung des Cambridge First Certificates befähigt. Dies ist eine international anerkannte Prüfung, die in Linz über das British Council oder das WIFI abgewickelt wird. Außer für Prüfungstaxen und Kursbücher fällt an Kosten nichts an. Ein solches Zertifikat bringt Vorteile für Stellenbewerbung und Studium, da in vielen Fällen FCE/BEC2 als Einstiegsniveau gilt. |