BHAK & HTL Freistadt
Info:BHAK Info:HTL Home Berichte 2001/2002 Die Genesis – was damals wirklich geschah (2)
Die Genesis – was damals wirklich geschah (2) PDF Drucken
Geschrieben von: Mag. Johann Moser   
Mittwoch, 30. Januar 2002
Galerie: 8 Bilder.
Bild anklicken, Navigation mit den Pfeiltasten
Oh, setzen Sie sich doch, Michaela. Gott lächelte seine weiß-geflügelte Assistentin an. Michaela ist Ihre geisteswissenschaftliche Assistentin. Ich bin Gabriela von der Naturwissenschaft. Hm. Ach ja. Und was führt Sie zu mir? Ein neues Projekt. Die Erschaffung der Welt. ...

Ist es nicht so, dass wir am Gong, wenn wir ihn anschlagen, einen Urknall im Kleinen erzeugen?

Wir denken, dass man das so sehen kann und beendeten daher die Präsentation der Kurzgeschichte von Frau Wiebke Salzmann Die Genesis – was damals wirklich geschah in Physik in unserer Zeit (32. Jahrgang 2001 Nr. 4) mit einem Urgong.

Die Darstellerinnen und Darsteller haben ihre Sache wunderbar gemacht. Mit ein paar Fotos und Zitaten sollen Erinnerungen an die vier Aufführungen wachgerufen werden.

Der Dämon wollte mit den Himmelskörpern beginnen, weshalb Gott das Newton’sche Gravitationsgesetz, den Impulserhaltungssatz und noch einige andere Gesetze der Mechanik sprach.

Der Laplace’sche Dämon und Gottes geisteswissenschaftliche Assistentin Michaela: „Es ist absolut fantastisch! Diese Regelmäßigkeit! Ich kann aus der jetzigen Planetenkonstellation jede Anordnung zu jedem beliebigen Zeitpunkt berechnen! Herrlich!”

Gott und seine Assistentin Gabriela von der Naturwissenschaft: „Nun, Chef, ich denke, wir kämen mit sechs Quarks und sechs Leptonen aus. Daraus könnten wir diverse Mesonen und Baryonen zusammensetzen, was dann zur Entstehung von gut hundert Atomen führen würde. – .... – Ferner haben wir noch vier Grundkräfte, die sich aber durch verschiedene Symmetrieoperationen auch zu einer ... hm, die Gravitation lässt sich nicht einfügen ...“

Gott: „Womit kann ich dir helfen?“
Schrödinger’s Katze: „Indem du diesen unhaltbaren Zustand beendest, oder vielmehr diese Zustände! Das ist doch kein Zustand, mit so vielen Zuständen gleichzeitig! Und alle mit nur so ein bisschen Wahrscheinlichkeit! Ich möchte bitte sofort real werden!“

Wenn Händel’s Halleluja gespielt wird und Gott die Schrödingergleichung vorträgt, können Michaela und ein Neandertaler nur staunend zuhören.

Prof. Mag. Reinhard Waldhäusl, der Klassenvorstand der 4AK, hat uns seinen Gong zur Verfügung gestellt, wofür wir ihm sehr herzlich danken.

Frau Wiebke Salzmann, die in Braunschweig im Fach Physik promovierte, und Herrn Roland Wengenmayr, dem Redakteur von Physik in unserer Zeit danken wir für die Erlaubnis, den Text verwenden zu dürfen, sowie für deren freundliche Mails.

Prof. Dr. Martin Puchner zeichnet für die Einstudierung und Inszenierung des Textes, den DI Mag. Wolfgang Fischer „entdeckt“ hat, verantwortlich.

In „Die Geschichte vom Sucher“ findet man viele Passagen, welche die Verwendung des Gongs im Zusammenhang mit dem Urknall mehr als rechtfertigen:
  • Schwingung ist etwas Universales. Das Schwingungsprinzip bringt den Menschen und das Universum in Zusammenhang, dabei ist die Musik und insbesondere der Gong das Verbindende.
  • Schwingung wäre demzufolge eine direkte Fortwirkung des Urknalls.
  • Alles, was sich an Sichtbarem manifestiert, scheint ein Resultat von Schwingungen zu sein, die Planeten, unsere Erde, die Asteroiden, das Licht.
  • Das Leben ist ein ewiges Ringen, in Schwingung zu bleiben.