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Hallo zusammen!
Die „HAK-Zeit“ war für mich eine tolle Zeit!! Ich denke immer noch gerne zurück.
Eigentlich wollte ich nie in die HAK gehen, Wirtschaft und Finanzen haben mich noch nie interessiert. Als ich nach einer Woche Modeschule aber die Schule wechseln wollte, stand ich unter Zugzwang... Die HAK war näher bei mir zu Hause und man hatte im Vergleich zur HBLA relativ wenig Stunden und viel Freizeit. Entscheidung gefallen. Und ich habe sie nie bereut.
Weil ich nach der Matura nicht wusste, was ich studieren wollte, habe ich erst mal bei der OEGKK ein bisschen Geld verdient. Danach versuchte ich mich in einem Kunst- und Philosophiestudium in Linz. War nicht wirklich mein Ding. Auch mein nächstes Studium in Graz, Translationswissenschaften, war nicht gerade das, was ich mir erträumte. Ich suchte also weiter…
Durch meinen HAK-Abschluss bin ich immer wieder in verschiedenen Büros gelandet - als Überbrückung zwischen meinen Studien oder auch als Nebenjob. Die Arbeit hat mir jedoch nie wirklich Spaß gemacht. Also habe ich irgendwann beschlossen meiner Leidenschaft, dem Tanz, nachzugehen. Ich habe eine zweijährige Tanzpädagogik-Ausbildung in Linz absolviert, die mir persönlich sehr viel gebracht hat. Zur Zeit unterrichte ich zwar nicht, aber durch die Ausbildung machte ich wieder einen großen Schritt vorwärts. Sie ermöglichte mir mehr oder weniger den Umzug nach London.
In London wurde ich an der „Goldsmiths University of London“ für Tanz- und Bewegungspsychotherapie aufgenommen. Das verdanke ich nicht nur der Tanzpädagogik-Ausbildung sondern auch meinem guten Englisch-Unterricht in der HAK. Ich mochte Sprachen schon immer gerne und jetzt merke ich erst wie wichtig ein guter Unterricht ist! Ich bin echt froh, dass ich einen sehr guten Englisch-Lehrer hatte, bei dem wir einfach lernen MUSSTEN. Das macht manchmal echt Sinn!
Nun, ich scheine nicht wirklich für herkömmliche Uni-Studiengänge gemacht zu sein und habe nach intensivem Überlegen auch das Studium für Tanz- und Bewegungspsychotherapie abgebrochen. Ohne zu wissen, was ich stattdessen machen wollte, habe ich entschieden, auf jeden Fall noch länger in London zu bleiben. Ich merkte, wie gut es mir tut, auf mich gestellt zu sein. Ich konnte mich hier besser selbst finden und es ist viel leichter herauszufinden, was ich eigentlich wirklich will.
Ich musste also Geld verdienen und bin in einem Naturkosmetikladen in Greenwich gelandet. Dort habe ich als Verkäuferin angefangen und zu meiner Überraschung hat mir das mehr gefallen, als ich es mir je hätte vorstellen können! Jedenfalls für eine Weile… Nach ein paar Monaten habe ich gemerkt, dass ich noch etwas Anderes machen will. Die Richtung von Tanztherapie hat mir eigentlich ziemlich gut gefallen. Ich wollte aber eine „hands on“-Technik erlernen und habe mich für Thai-Massage entschieden.
Mit der Massage bin ich jetzt selbstständig und ich versuche Kunden zu kriegen. Es macht mir wirklich Spaß für mich selbst zu arbeiten. Selbst Marketing ist jetzt spannender als sonst! Selbstständigkeit ist natürlich mit Risiko verbunden, aber ich habe zusätzlich ja noch immer den Teilzeit-Job in dem Kosmetikladen.
Ich glaube, mit der Thai-Massage habe ich wieder eine neue Abzweigung auf meinem Weg entdeckt, die mich noch sehr viel weiterführen wird.
Ich versuche also, offen für Neues zu sein, mich schwierigen Situationen und Entscheidungen zu stellen. Auch Umwege gehe ich nach wie vor gerne. Ich bereue keine einzige Entscheidung, die ich getroffen habe, auch wenn sie oft noch so sinnlos erschien. Im Endeffekt haben mich alle Entscheidungen und (Um-)Wege genau dort hin geführt, wo ich jetzt bin. Und ich bin immer froh, viele Erfahrungen machen zu dürfen!
Was hat mir die HAK also wirklich gebracht? Hm… weder für meine Tanzausbildung noch für das Tanz-Therapie Studium in London noch für die Thai-Massage Ausbildung hätte ich eine Matura gebraucht. Aber durch die Matura konnte ich verschiedene Studien ausprobieren, durch den guten Unterricht in der HAK konnte ich mich für das Studium in London qualifizieren und ein bisschen Wissen über Wirtschaft, Finanzen usw. schadet nicht. Im Gegenteil. Es beruhigt mich zu wissen, dass ich ein bisschen was gelernt habe, was meinem Hausverstand zugute kommt und ich vielleicht für meine Selbstständigkeit nützen kann. „Freiwillig“ hätte ich mich schließlich nie mit diesen Themen beschäftigt.
Aber vor allem war die Zeit in der HAK für mich menschlich sehr wertvoll! Ich war Teil einer außergewöhnlich tollen Klasse mit super Klassengemeinschaft und hohem Fun-Faktor!! Danke an meine ehemaligen Klassenkameraden und –lehrer!