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Was macht man denn so nach der HAK? Puh, ja … vieles! Ich hatte wirklich die Qual der Wahl, weil nach der HAK stehen einem sehr viele Türen offen. Letztendlich bin ich auf der Wirtschaftsschiene geblieben. Das war mir eh immer schon klar, aber was es genau werden sollte, ist bis zur Matura nicht klar gewesen.

 

Gut 2,5 Monate nachdem ich die mündliche Matura abgelegt hatte, stand ich plötzlich in Krems. Ich startete das Studium „Tourismusmanagement und Freizeitwirtschaft“ an der Fachhochschule. Warum? Tja, das haben mich viele gefragt … und ich mich selbst natürlich auch :) Ich wollte immer in der internationalen Wirtschaft tätig sein – meine Gleichung war: Wirtschaft + Sprachen = Tourismus!

In diesem Studiengang sind alle Kurse und Seminare auf Englisch, was ein Hauptgrund für meine Entscheidung war. Da ich Sprachen immer schon gemocht habe, sollten sie auch in Zukunft eine Rolle spielen. Natürlich könnte man auch Englisch auf einer Uni studieren, aber ich wollte nicht die lateinischen Grundbegriffe oder die Geschichte dieser Sprache kennenlernen, sondern die Sprache aktiv im täglichen Leben anwenden. Nur so kann man Sprachen wirklich lernen. An dieser FH komme ich mit Studenten aus aller Welt in Kontakt. Es ist völlig normal, mit Chinesen, Spaniern oder Kenianern eine Gruppenarbeit zu machen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, Englisch zu reden und auch mal in mehreren Sprachen mit einer Person zu sprechen. Das macht diese FH aus und man kann irrsinnig viele Kontakte knüpfen. Man lernt Menschen mit verschiedensten kulturellen Hintergründen kennen. Das macht Spaß und man lernt irrsinnig viel über sich selbst und über zwischenmenschliche Beziehungen.

Aber nicht nur, dass Studenten aus dem Ausland nach Krems kommen. Es gehen auch Kremser ins Ausland. Deshalb: Mein nächstes großes Erlebnis wird mein Practical Training Semester (Praktikum) in Kanada sein. Ich werde dort für sechs Monate bei einer Eventagentur arbeiten (Eatertainment Special Events and Catering – diese Firma hat zB das Red Bull Air Race in New York organisiert). Ich bin schon seeeeeeehr gespannt, was da alles auf mich zukommt und freue mich schon auf die aufregende Stadt Toronto!

Ein Spruch von Walt Disney hat mich immer begleitet:
If you can dream it, you can do it!

Das ist auch, was ich an euch, liebe HAK-Schüler/innen, weitergeben möchte. Wenn ihr davon träumt, eines Tages Vorstandsvorsitzende/r einer Firma mit 5.000 Angestellten zu sein, dann tut alles dafür! Man muss natürlich Geduld haben und viel Arbeit investieren, aber es lohnt sich, wenn man am Ende das bekommt, wovon man immer geträumt hat.

Was ich aus persönlicher Erfahrung weiß, ist, dass sich Träume und Wünsche verändern können und dass das Leben keine Einbahnstraße ist. Man entwickelt und verändert sich. Ich hab innerhalb von 1,5 Jahren meine Vorstellungen völlig verändert – zB will ich auf keinen Fall mehr in einem Hotel arbeiten – das hat sich entwickelt und viele kleine Gründe sind dafür verantwortlich.

Am Ende möchte ich mich noch bedanken für die gute Ausbildung in der HAK – im Speziellen der Englisch-Unterricht hat mir sehr geholfen!! Die wirtschaftlichen Fächer (BWL, RW) waren eine gute Grundlage für mich und darauf kann ich aufbauen.

Ich war übrigens in einer Laptop-Klasse und hatte Software, Webdesign und Multimedia. Das hat mir auch großen Spaß gemacht und ich verfolge das weiterhin hobbymäßig. Also man kann sehr viel machen nach der HAK und es stehen einem verschiedenste Studienrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung und das ist echt was wert!

Ich hoffe, damit konnte ich dem einen oder anderen ein paar gute Gedanken mitgeben. Jedenfalls viel Glück für eure Zukunft und ich wünsche euch, dass ihr macht, was euch gefällt!

Liebe Grüße aus dem schönen Krems
Elisabeth Pammer